StartseiteVorlebenBön-Lama in Tibet

Vorgeschichte

Die Bön-Religion ist die animistische Religion in Tibet und Bhutan. Ich gehörte dem Yungdrung-Zweig an (Ur-Bön).

Die Grundgedanken des Animismus sind:

Glaube an die Belebtheit von Gegenständen und der Natur einschließlich ihrer Ereignisse

Umgang mit Geistern, wie mit anderen Lebewesen

Umsetzung des Glaubens an die höheren Wesensanteile die über mehrere Leben existieren können, als Grundprinzip der Weiterentwicklung des Lebens

Lehre, wonach alle Krankheiten seelische Ursachen haben



In diesem Leben war ich ein

Heiler und Seher. In jungen Jahren heilte ich schon Menschen und speziell mit dem Phurba, einem heiligen Ritualdolch, konnte ich gut heilen.

An meinem vierzigsten Geburtstag

bekam ich ein Geschenk von einem meiner Lehrer. Ich mußte versichern, dass ich vor dem öffnen des Geschenks erst den damit übergebenen Brief lesn und ihn beachten würde.
Im Brief wurde ich gebeten das Geschenk erst auszupacken, wenn ich alleine bin. Als ich den Phurba auspackte passierte etwas aussergewöhnliches. Ich bin rechtshänder und dennoch wirbelte plötzlich meine linke Hand den Ritualdolch herum und machte seltsame Bewegungen, so als ob ich das jeden Tag machen würde.

Einblicke in das Leben als Bön-Lama

Im Alter saß ich in einer Höhle und meditierte. Die Höhle befand sich oberhalb eines Dorfes in Tibet. Wenn die Dorfbewohner zu mir in die kleine Höhle kamen, dann nur um mich als Heiler um Hilfe zu bitten.

Da ich mich in tiefer Meditation befand, ohrfeigten sie mich so lange, bis ich in den Normalzustand zurückkam.

Wenn sie das bemerkten, dann baten sie mich um Verzeihung für die Ohrfeigen und auch gleich danach um Hilfe für den Kranken, den sie auf einer Trage zu mir brachten.

Mir wurde immer die Schale gereinigt und mit frischem Essen dargebracht. Das Essen wurde oft unter der Kleidung der Angehörigen transportiert, da es sonst in der Kälte gefrohren wäre. Ich nahm oft nur einen kleinen Bissen vom Essen und heilte den Kranken. Danach bedankten sich die Dorfbewohner und gingen wieder heim.

Ich meditierte wieder bis zum nächsten Besuch der Dörfler.

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